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OT Mönchshof

Mönchshof liegt im Naturschutzgebiet des Mönchsees und gehört seit dem 19. Jahrhundert zur Gemeinde Wredenhagen. In der Wohnsiedlung befindet sich eine Scheune an der über 500 Schwalbenpaare ihre Brutstätte haben. Vom Aussichtsturm überblickt man den Mönchsee bis nach Wredenhagen. Heute leben hier 44 Einwohner.

OT Hinrichshof

Das kleine ehemalige Landgut Hinrichshof gehört heute zur Gemeinde Wredenhagen und liegt direkt an der Elde. Die kleine Wohnsiedlung besteht heute immer noch aus einem Pächterhaus und drei Ställen sowie aus zwei Erbpachthöfen. Um 1910 lebten in Hinrichshof 35 Einwohner, heute sind es lediglich nur noch 9

OT Neukrug

Der kleine Ortsteil ist das Grenzdorf zum Land Brandenburg und grenzt mit der Dorfgemarkung direkt an die Wittstocker Heide.

Um 1900 gab es hier 17 Büdnereien und eine Försterei und wurde von 97 Einwohner besiedelt.

Heute wohnen 44 Einwohnern in dem kleinen Ortsteil von Wredenhagen.

„Ahnengalerie – historische Persönlichkeiten“ aus der Zeit von 1284 bis 1927 auf der Burganlage Novum-Castrum-Wenden in Wredenhagen

Das Projekt des Burgvereins Wredenhagen e.V. aus dem jahr 2017 finden Sie in der Freiluft „Ahnengalerie - historische Persönlichkeiten“ auf der Burganlage in Wredenhagen. Diese können Sie im Rahmen einer Burgführung mit spannenden Hintergrundgeschichten vom Mai bis September erleben. Dazu begrüßen Sie die Burgfrauen ganz herzlich.

 

Die historische Persönlichkeiten der Wredenhägener „Ahnengalerie“ stellen sich vor

Mönch 

Nikolaus von Rostock, später Herr zu Werle verlieh 1233 dem Zisterzienser- Kloster Amelungsborn 50 Hufe im Ort Kotzehofen (heute Mönchshof) mit See (heute Mönchssee). Der  Abt setzte alle zwei Jahre 2 Mönche zur Bewirtschaftung der Gutsanlage ein. Wir sollen, so die Geschichte, unter dem Mönchsee einen Tunnel von der Gutsanlage zur Burg gegraben haben. Habt ihr diesen schon gefunden? 

 

 

 

 

Fürst Nikolaus von Werle  

Er regierte hier auf der Burg, wie eine Urkunde von 1284  beweist. Diese Festung war nötig, um sich gegen die fehdelustigen Brandenburger zu wehren. Diese behaupten zwar, ich hätte viel Streit verursacht, bange war ich ja nicht. Ich bin mal bis Gransee vorgedrungen. Diese Streitigkeiten dauerten über Jahrhunderte. Wenn ich nicht vor Ort war, hat hier mein treuer Vasall von Pritzebuer für Ordnung gesorgt.

 

 

 

 

Herr von Pritzbuer  

Als slawisches Adelsgeschlecht in Mecklenburg und hier auf der Burg „Novum Castrum Wenden“zu Wredenhagen sind wir, die  Pritzbuers, in die Geschichte eingegangen.  Der Herr von Pritzbuer war ein treuer Vasall von Nikolaus von Werle in der Zeit, als dieser auf der Burg regierte.

 

 

 

 

 

Herzog Ulrich

Er übernahm 1586 die Burg und war der letzte der Schweriner Herzöge, die hier residierten. Danach war das hier kein Fürstensitz mehr. Adlige Pächter übernahmen Macht und Gerichtsbarkeit über 50 Dörfer. Ritterschaftsamt nannte man das damals. Aber wir erteilten weiterhin Privilegien über Erbhof-, Jacht- und Fischereirechte.

 

 

 

 

Markgraf Waldemar  

Mein Bruder Johann und ich grüßen Euch. Wir beide lagen ja oft im Klinsch mit den Mecklenburgern, haben uns tapfer geschlagen und waren Anfang des 14. Jahrhunderts lange Zeit im Besitz der Burg. Wir wären gerne für immer hier geblieben, aber der Bund der nordischen Herren zwang uns mit Übermacht, als Friedensbedingung, wieder abzuziehen. Wie ich nun vernommen habe, herrscht erst seit einigen Jahren endlich Frieden zwischen Brandenburg und Mecklenburg. Da will auch ich mein Groll vergessen.

 

 

 

 

Zar Peter I 

Als ich 1697/98 nach Holland reiste, machte ich hier bei Wittstock Station. Ich hörte, dass in der nahe gelegenen Burg Wredenhagen das Schmiedehandwerk berühmt war. Hier konnte ich Einiges lernen und nahm so manche Kenntnisse mit in meine russische Heimat. Danke für die Gastfreundlichkeit. 

 

 

 

 

Kammerherr  Heinrich Ludolf Friedrich von Lehsten 

Ich habe im 19. Jahrhundert lange Jahre treu und ehrlich im Dienste des Großherzogs von Mecklenburg hier in diesem Bereich meine Arbeit getan. Viele Protokolle berichten über manchen Streit, den ich Kraft meines Amtes schlichten musste. Ärger brachte mir die kriminelle Geschichte zwischen Major von Troschke und dem Oberförster Kreichelt ein. Auch der ewige Ärger mit den Preußen lief über meinen Tisch. Aber es ist mir schließlich gelungen, eine Versöhnung am Daberbach zu erreichen. Dankbare Wittstocker Bürger haben darauf eine Hymne gedichtet.

 

 

 

Hauptmännin von Pauly

Frauen spielten in der Geschichte auf der Burg in Wredenhagen kaum eine Rolle. Aber ich, die  Hauptmännin Pauly, habe während meiner Amtszeit hier weit mehr bewegt als mancher Mann. Bei mir herrschte Ordnung. Da die Kirche abgebrannt war, stellte ich 20 Jahre meinen großen Salon für den sonntäglichen Gottesdienst zur Verfügung. Nachdem ich dem Großherzog von Schwerin Dampf unter dem Sessel gemacht habe, konnte 1802 endlich die neue Kirche eingeweiht werden. Nicht zuletzt holte ich die Brennerei und Brauerei von Mönchshof nach Wredenhagen. Mein Nachfolger, Major von Kaphengst (1802-1813) stritt sich später mit dem Dorfkrüger Garffendorf wegen der Schankgenehmigungen.

 

 

Domänenpächter Karl Krüger (genannt der Wilde)

Ich war ein fröhlicher Mann, ein Ritter ohne Furcht und Tadel, liebte den Wein, das Spiel und vor allem die Jagd. Sogar mit dem Prinzen von Preußen legte ich mich wegen der Jagdrechte an und wurde einige Tage dafür arrestiert. Ich liebte derbe Späße und richtete manch Unheil an. Man erzählt noch heute viele Geschichten über mich. Reiten konnte ich wie der Teufel: durchs Herrenhaus und den Burgberg hinunter. Das hat mir keiner nachgemacht. Schließlich hat mich der Schlag getroffen.

 

 

 

 

Oberförster Kreichelt 

1819 hatte ich großen Ärger mit dem Herrn Major von Troschke. Ich musste ihn wegen übler Nachrede zur Verantwortung ziehen. Hat er doch behauptet, ich hätte mit meiner Braut schon vor der kirchlichen Trauung in einem Bett geschlafen. Ich war so in Rage, dass ich ihn mit der Flinte bedrohte. Wollte ihn sicher nicht umbringen, aber irgendwie ging ein Schuss los, und der Major war tot! Die ganze Sache explodierte so, dass auch ich tödlich getroffen wurde. Bis heute weiß keiner, was wirklich im Försterhaus geschah. Ein unaufgeklärter Kriminalfall…

 

 

 

Industrielehrerin 

Ich habe die Kinder auf das Leben vorbereitet, damit sie spinnen, Strümpfe stricken und Hemden nähen konnten. Hosen flicken und Netze knüpfen gehörten auch dazu. Auch Jungen haben daran teilgenommen. Streng wurde darauf geachtet, dass alle am Unterricht teilnahmen, andernfalls drohte vom Amt allen eine Geldstrafe oder auch Haft. Ich habe gehört, heute werden keine Strümpfe mehr gestopft, man kauft einfach neue. Aber wie wichtig ist es doch, dass eine Hausfrau und Mutter sparsam wirtschaftet. 

 

 

 

Hedwig von Lücken geb. von Bühlow

Ich habe als letzte Adlige bis 1928 im Seitengebäude neben dem Gutshaus „Der Turm“ auf der Burg gelebt. Ich wollte nicht mit „gnädige Frau“ angeredet werden, also nannte man mich im Dorf „Gnadenmutter. Darauf bin ich sehr stolz. Wir hatten hier ein schönes Leben. 

Ernst Adam von Lücken

Bei den Bauern war er sehr beliebt. Er ließ 1884 die Brennerei erbauen und betrieb die Aufzucht von Remontepferden bis er 1904 starb. 1927 wurden die Gutsländereien ausgesiedelt und das Gutshaus für 3000 RM an die Gemeinde verkauft, mit der Bedingung, dass hier ab sofort eine Schule sein sollte.

 

 

Prof. Dr. Phil. habil Gottfried von Lücken 

1883 wurde ich auf der Burg geboren und war später Kunsthistoriker und Archäologe. Die Pläne meiner Mutter, nach dem Tot meines Vaters 1904, den Gutshof zu übernehmen, lehnte ich mit  Entrüstung ab und studierte Jura. Danach studierte ich Kunstgeschichte und schloss dieses Studium über burgundische Kirchen ab. 1921 wurde ich als Dozent der Archäologie an die Universität Rostock berufen und begann meine erfolgreiche Tätigkeit mit Schwerpunkt griechische Kunst und Vasenmalerei. Oft war ich zu Forschungsarbeiten und Diskussionen in Leningrad in der Eremitage.  In Rostock hielt ich bis zu meinem 89. Lebensjahr Vorlesungen. 


Unsere 13 historische Persönlichkeiten wurden 

  • von der Künstlerin Silke Voß gezeichnet  
  • sind mit Werken vom Maler und Grafiker Werner Schinko hinterlegt
  • mit Worten von Liselotte Keitel, Ehrenmitglied im Burgverein, erklärend versehen
  • auf Schautafeln durch die Werbefirma Müritz-Werbung aus Röbel im Innenhof aufgestellt
  • durch die Ideenfindung der Mitglieder des Burgvereins Agnes Polifke und Marianne Schmidtke wieder in Erinnerung gebracht 

Die Finanzierung aller 13 Bilder erfolgte über Sponsoren. Diese sind:

Ernst Albrecht und Ehefrau Ursula von Lücken, Renate Dumschat  Schwester des genannten Ehepaares von Lücken, Familie von Pritzbuer, Stadt Wittstock/Dosse, Gemeinde Wredenhagen, Gemeindevertreter von Wredenhagen, Jagdgenossenschaft Wredenhagen, Hagebaumarkt Wittstock, die Mitglieder des Burgvereins Manfred Meyer, Marion Brüsehafer, Agnes Polifke, Marianne Schmidtke und der Burgverein Wredenhagen

 

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